Linkaufbau 2.0 – Ist Content alleine wirklich King?

  7. November 2012
6 Kommentare

© marcos1974 – Fotolia.com

Der eigentliche Anlass für diesen Artikel war der  Paukenschlag-Beitrag von Julian Dziki  im Seokratie-Blog zum Thema wie sich Suchmaschinenoptimierung in 2012 verändert hat. Daher wollte ich auch mal einen Artikel veröffentlichen, der sicherlich etwas kontrovers zu diskutieren ist und nicht ganz dem sonstigen Schreibstil des Blogs entspricht.

 

 

 

Aber jetzt zum eigentlichen Thema: Bereits Wochen nach dem Pinguin Update, war in den Foren und Blogs zu lesen die Zeit des herkömmlichen Linkaufbau ist Geschichte. Doch spätestens seit dem SEO-DAY ist klar: “Produziere guten Content und die Links kommen (fast) von alleine.” Der gute Matt Cutts, oberster Spamhüter bei Google, würde sicher aus dem Grinsen nicht mehr heraus kommen, predigt er dies doch schon seit Jahren. Versteht mich nicht falsch, ich will den Vorträgen überhaupt nichts absprechen und Content zu produzieren, den der User gut findet und der für ihn nützlich ist, sollte sowieso immer im Vordergrund stehen. Aber ist deswegen der herkömmlich anzusehende Weg an Links zu kommen wirklich von gestern? Oder kann dieser vielleicht noch zumindest unterstützend genutzt werden?

Alles neu oder doch nicht?

 

© lassedesignen – Fotolia.com

 

Viele Suchmaschinenoptimierer meiden bereits die alten Linkquellen wie Linktausch, Linkkauf, Branchenportale, Webkataloge, Bookmarks, Pressemitteilungen, Blog- oder Forenkommentare, Gastartikel und andere Quellen wie der Teufel das Weihwasser. Andere sagen diese Art von Backlinkaufbau war bereits vor dem Pinguin Update nutzlos. Zum Glück bietet Google jetzt die Möglichkeit an, diese Links über ein Tool (völlig uneigennützig) zu entwerten. ;-)

Doch kann Google wirklich von jedem erwarten, zu verstehen was ein schlechter Link ist? Und sind zum Beispiel alle Webkataloge plötzlich schlecht? Meiner bescheidenen Meinung nach sicher nicht! Es gibt Webkataloge die bereits älter sind als die meisten Suchmaschinen, andere sind themenspezifisch derart gut aufbereitet, dass diese als echte Referenz gelten. Doch wer heute natürlich noch denkt, er trage sich „überall“ ein und 50 Einträge in Webkataloge mit gleichem Linktext und fast identischer Beschreibung seien kein Problem, dem ist sicher nicht mehr zu helfen. Denn auch wenn es noch Seiten gibt die heute damit sogar Ranken, dürfte dies mit der Zeit sicher nicht mehr funktionieren. Wer langfristig gefunden werden möchte, sollte daher auch immer ein Auge auf die Zukunft werfen. Deswegen ist es heute wie damals eben einfach wichtig, ein Auge auf die Qualität der Einträge, die unterschiedlichen Linktexte und die Menge der unterschiedlichen Linkquellen zu legen. So dürfte eine natürliche Webseite auch immer eine gewisse Schnittmenge eben dieser alten Backlinkquellen aufweisen. Natürlich darf man nicht von jedem Link ein Wunder erwarten, aber ausnahmslos schlecht sind diese Links nicht. Es soll ja sogar noch echte User geben die in Bookmarkportale oder Webkataloge Seiten eintragen, um eine Empfehlung auszusprechen.

 

Worauf muss ich generell achten?

 

Es gibt gewisse Eigenschaften die man sich bei jeder Webseite angucken sollte, um heraus zu finden ob es sich lohnt sich von dieser Seite einen Backlink zu besorgen:

  • Backlinkprofil der linkgebenden Seite
  • Welche Seiten werden noch verlinkt
  • Alter der Domain
  • Aktualität der Seite/Beiträge
  • Seitenanzahl im Google Index
  • Sichtbarkeitsindex der gesamten Domain
  • Ranking der Unterseiten
  • Qualität des Contents
  • Mehrwert für den Nutzer
  • Platzierung des Links (z.B. im Content)

Natürlich müssen nicht unbedingt alle Punkte der Liste zu hundert Prozent erfüllt sein, sonst hätten wir sicher einen perfekten Link gefunden. Aber man bekommt mit diesen Checks einen guten Überblick wie wertvoll ein Backlink seihen könnte.

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6 Antworten auf Linkaufbau 2.0 – Ist Content alleine wirklich King?

1.

Sebastian Socha

7. November 2012, 14:58 Uhr

Hi Carsten,

hier noch mal mein Kommentar, den ich auf Google+ gepostet habe:

“Ich sehe das ähnlich. Mit dem richtigen Augenmaß betrachtet können vereinzelt auch die “old-school” Linkquellen genutzt werden. Der Unterschied zu früher ist nur, dass diese nicht das Linkprofil dominieren dürften, d.h. so max. 15-20% der Backlinks ausmachen sollten. Selbstverständlich hängt das aber auch vom Wettbewerb ab und wie deren Linkprofil aussieht. Ich finde die Bulletpoints gut, denn das hält einen davon ab immer nur zu pauschalisieren, denn im Einzelfall bringen Links ja auch Traffic, wo man es manchmal gar nicht erwartet hätte… und das womöglich auf einem “verpönten” Bookmarking Portal ;)”

Gruß,
Sebastian

Antworten

2.

Malte Landwehr

7. November 2012, 16:29 Uhr

Wer bei einer potentiellen Linkquelle auf das Alter der Domain, die Platzierung des Links, die Seitenzahl im Google Index oder den SI der Domain achtet, macht meiner Meinung nach etwas falsch. Das ist nichts anderes, als vor 5 Jahren auf den PageRank geschaut zu haben. Genau diese Mentalität hinter dem Linkbuilding ist es, die Menschen in die Pinguin-Falle geführt hat.

Ich sehe die Zukunft eher im Linkmarketing also dem Aufbau und Seeding von Inhalten in einer solchen Form, dass sie echte, freiwillige Links anziehen. Alles andere wird früher oder später in die Hose gehen.

Antworten

3.

Carsten Weddig

7. November 2012, 16:35 Uhr

Hallo Malte, natürlich ist dass die schöne Art Links zu bekommen. Nur wenn du unbekannt bist kannst du auch keinen Content seeden damit der verlinkt wird. Aber keiner wird vom Pinguin erwischt nur weil er Links in dem im Beitrag genannten Quellen in gewissen Umfang erstellt. Da spielt dann schon Abwertung der Domain oder natürlich schlechte Anchor-Texte noch eine Rolle, meinst du nicht.

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4.

Christian tembrink

7. November 2012, 23:17 Uhr

Es geht einfach um schlaues Taktieren. Habe Projekte am Start, wo wir auf top 1 ranken, obwohl platz 2-10 mal locker 95% mehr Backlinks haben ( Gruß an Karl Kratz).

In anderen Fällen ging lange nix und erst nach Panda+Pingiun mit echt Druck Links provoziert wurden.

In anderen Fällen haben wir New School mäßig Whitepapers, Tutorials, how tos und Infografiken gezündet. Also TOP Content der geteilt wurde.

Alles hat geklappt, was aber nicht heißt, dass immer jeder online Marketing Schachzug der richte ist.

Es kommt wirklich immer ganz auf die Muster der an u d nur die Erfahrung hilft dabei, zügig den effizientesten Weg in Sachen Seo zu finden.

So! :razz:

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5.

Malte Landwehr

8. November 2012, 08:03 Uhr

Also dank Facebook & Co kann man auch als unbekannter gute Inhalte schnell unters Volk bringen. Natürlich nicht so gut wie die Etablierten aber für Sammeln von ein paar Links und den Aufbau von Reichweite sollte es reichen.

Natürlich haben SEOs, die nur Links aus Tausch und Kauf haben, Pinguin überstanden. Aber viele davon wird früher oder später ein anderes Update erwischen.

Antworten

6.

Carsten Weddig

8. November 2012, 09:50 Uhr

Hallo Malte, klar es heißt jetzt sich neu zu orientieren. Allerdings wirst du wie gesagt ohne entsprechende Kontakte auch per Social so schnell kein erfolgreiches Seeding bekommen. Mir ging es nicht darum alles beim alten zu lassen, sondern eher wie Sebastian schreibt, zusätzlich einen kleinen Teil der alten Links noch mitzunehmen.

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