Authorship – der SERP-Eye-Catcher

  26. März 2013
5 Kommentare
irina-hey

Authorship – der SERP-Eye-Catcher Gastartikel von Irina Hey

Buzzwords wie Authorship Markup und Author Rank begegnen einem Suchmaschinenoptimierer neuerdings deutlich häufiger, als es früher noch der Fall war. Laut Aussagen von Google Mitarbeitern und anderen Interpretationen stellt das Authorship Markup eine der SEO-Chancen, die zu einem ernstzunehmenden Ranking Faktor werden kann. Wir wollen herausfinden inwiefern der Einsatz des Markups eine Auswirkung auf die Suchergebnislisten hat und wie man diese für die eigene Webseite zunutze machen kann.

Was ist Authorship?

Ganz einfach gesprochen ist das Authorship (oder auch Authorship Markup) eine Kennzeichnung von bestimmten redaktionellen Inhalten. Diese Inhalte werden durch dieses Markup, einem bestimmten Autor, also einer echten Person zugeordnet. So weiß die Suchmaschine, welcher Autor welchen Artikel zu welchem Thema verfasst hat. Diese Verbindung setzt ein Account im sozialen Netzwerk Google Plus oder eine Autorenseite voraus. Ist Authorship einmal gesetzt, liefert die Suchmaschine ein spezielles Suchergebnis aus. Dies kann entweder der Autor selbst sein oder aber ein Publisher. Hierfür ist ein Google+ Profil die Voraussetzung.

Abbildung 1: Ein Ergebnis von Google News inkl. einem Publisher-Tag

Wird der Inhalt in den Suchergebnissen wie in der Abbildung 1 ausgewiesen, kann bedeuten dass der Autor des Inhalts der Suchmaschine bekannt ist und der Beitrag vertrauenswürdig ist. Es handelt sich also um kein Spam-Inhalt oder automatisiert generierten Content. Selbstverständlich kann dadurch die Webseite auch besser bewertet werden. Positive Signale und durch den prominenten Snippet generierte CTR, kann durchaus für das bessere Ranking der entsprechenden Seite verantwortlich sein.

Abbildung 2: Darstellung eines Autors des News-Beitrags auf spiegel.de – Die Abbildung der Person weckt bei den Suchenden Vertrauen.

PageRank vs. Author Rank

Auffällig ist die Verschiebung der Prioritäten der Suchmaschine im Laufe der Jahre. Wenn es vor einiger Zeit Google noch wichtig war, dass eine Seite an sich viel Wert hat, stellt sie nun eher weichere soziale Faktoren in den Vordergrund. PageRank gehört also der Vergangenheit an und ist nur als historisches Überbleibsel in den sämtlichen Toolbars zu sehen. Die Autorenverknüpfung gewinnt jedoch heutzutage klar an Bedeutung, dies zeigt sich auch dadurch, dass Google sich vor Jahren (im August 2005) ein Patent für den sogenannten “Agent Rank” gesichert hatte. In dem Patent ging es um die Verknüpfung eines “Agenten” mit den Inhalten und die Bewertung der Interaktionen, die im Zusammenhang mit dem Inhalt als ein Faktor bei der Bestimmung des entsprechnenden Rankings. Das Patent beinhaltet auch die Information, dass die gekennzeichnete Inhalte deutlich besser in den Suchergebnissen performen sollten als Inhalte ohne entsprechenden Agenten.

Abbildung 3: Ermittlung der Seiten bei den das Autoren-Tag nicht gesetzt ist.
Quelle: OnPage.org

3 Möglichkeiten der Author-Tag Implementierung

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, wie man ein Authorship Google mitteilen kann.

1. Möglichkeit
Jeder einzelne Artikel kann auf eine Autoren-Seite zeigen, die wiederum auf ein Google-Profil des Autors Google-Profil zeigt. Generell ist es für die Verfasser der Texte empfehlenswert eine Autorenseite dazwischen zu schalten und nicht direkt das Google Plus Profil verlinken. Mit den Attributen rel = “author” und rel = “me” kann die Verknüpfung hergestellt werden. Diese Möglichkeit ist zwar etwas aufwendig in der Implementierung, da im jeden Artikel ein rel=author Attribut implementiert werden muss. Die Zuordnung der Authoren ist jedoch sehr übersichtlich und die beste Möglichkeit eine Authorship zu erhalten.

Abbildung 4: Einbindung des Authorship Markups mit einer Autorenseite.

2. Möglichkeit
ls zweite Möglichkeit besteht die direkte Verknüpfung mit einem Google-Profil ohne einer Zwischenseite (Autorenseite). Die Implementierung ist deutlich einfacher, da nur eine einzige Code-Einbindung notwendig ist.

Abbildung 5: Authorship Markup Einbindung ohne Zwischenseite, direkt mit einem Google Plus Profil verknüpft

3. Möglichkeit
Diese Möglichkeit eine Authorship zu erhalten ist am einfachsten, wird jedoch nicht zwingend von der Suchmaschine berücksichtigt. Hier sollte man lediglich den Inhalt mit einer E-Mail Adresse (auch Google Plus E-Mail Adresse) verifizieren. Dies kann hier bestätigt werden: https://plus.google.com/authorship Diese Möglichkeit funktioniert, davon ist jedoch abzuraten, da hier eine Gefahr von Spam besteht.

Abbildung 6: Authorship Markup Einbindung ohne Code – nur mit einer E-Mail Adresse

Tipps für das SERP Boosting

Aber wann ist es sinnvoll ein Autoren-Tag in die eigene Seite zu implementieren und wie erzeugt man damit mehr Besucher und bessere SERP-Performance? Diese Tipps sollen helfen:

Tipp 1: Jeder Inhalt, sprich alle Unterseiten mit darin enthaltenem Content jeder Art, sollte einen Autor oder Publisher-Tag beinhalten. So kann die Suchmaschine besser zuordnen, wer diese Inhalte erstellt.

Tipp 2: Google Plus Account sollte regelmäßig gepflegt werden. Weist dieses eine hohe Aktivität auf, kann es sein, dass Google diesem Account mehr vertraut und das Authorship schneller erkennt und in den Suchergebnissen aufweist.

Tipp 3: Werden Sie aktiv und erzeugen Sie Interaktionen zu ihrem erstellten Inhalt. Erstellen Sie kontroverse Inhalte, die es wert sind diskutiert werden.

Tipp 4: Mit einer Autorverknüpfung angezeigten Suchergebnisse werden in der Regel besser geklickt. Wählen Sie ein gutes Profilbild bei Google-Plus oder bei ihrer Autorenprofilseite.

Tipp 5: Ermitteln Sie Autoren, die zu ähnlichen Themen schreiben, verknüpfen Sie sich mit ihnen und schreiben Sie Gastbeiträge. So steigt Ihre Author Popularität und die Expertise für das bestimmte Thema.

Authorship ist eine gute Möglichkeit Vertrauen und Aufmerksamkeit des Suchenden in den Suchergebnissen zu gewinnen und stellt eine potentielle Ranking-Chance dar. Besser jetzt schon für morgen sorgen und den Author-Tag implementieren.

Über die Autorin:
Irina Hey ist für Online Marketing und Kommunikation bei OnPage.org zuständig und ist seit vielen Jahren begeisterte Suchmaschinenoptimiererin. OnPage.org ist eine Analyse-Software für nachhaltig erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung Deiner Webseite.

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5 Antworten auf Authorship – der SERP-Eye-Catcher

1.

fritz

26. März 2013, 11:25 Uhr

Danke für den guten und ausführlichen Artikel,…

wisst ihr zufällig, ob es auche eine möglichkeit gibt, die autoren-bilder in die serps zu kriegen mit “Seiten”?

Z.B. habe ich einen Online-Shop und möchte das der mit meiner Shop-Seite bei g+ verlinkt bzw. wenn jemand dann nach einem artikel sucht, soll da das bild von der seite angezegit werden…

geht das?

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2.

Carsten Weddig

26. März 2013, 11:29 Uhr

Hallo Fitz! Aktuell ist “mir” keine Möglichkeit bekannt. Es gibt zwar noch den Publisher-Tag, dieser wird meines Wissens aber nur bei Brand Anfragen genutzt für die erweiterte Graph-Anzeige.

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3.

Irina

26. März 2013, 12:55 Uhr

Hallo Fritz,
wie Carsten das schon richtig gesagt hat, gibt es den Publisher Tag, der bei Brand Anfragen in den SERPs angezeigt wird. Aber meine Vermutung ist, dass es in der nahen Zukunft auch möglich sein wird mit einer Seite/Unternehmen als Autor zu agieren. Aus meiner Sicht, würde das durchaus Sinn machen und wird bereits jetzt von vielen Unternehmen gewünscht.

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4.

Sebbi

26. März 2013, 13:37 Uhr

Hallo Irina

Vielen Dank für deinen Beitrag, das sind doch nochmal feine Visualisierungen. Allerdings bleibt die Frage offen. Warum ist die Empfehlung, eine Autorenseite zwischen zu schalten, statt direkt mit rel=”author” auf das Google+ Profil zu linken?( Siehe Möglichkeit 1) Kannst du mir das bitte begründen, oder sehe ich den “Wald wieder vor lauter Bäumen” nicht :wink:

Ganz grundsätzlich muss ich aber auch feststellen, dass das ganze wohl eher ein Instrument ist, Website Betreiber dazu zu zwingen, sich ein Google+ Profil anzulegen. Denn ohne ein solches Profil wird man kaum in den Genuss dieser feinen Anzeigen kommen. Und um es ehrlich zu sagen, dass passt mir gar nicht :sad: zumal ich auch nicht erkennen kann, was genau an Google+ besser ist. Da kann ich ja nicht mal private Nachrichten verschicken :wink:

Sebbi

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5.

Rene

19. April 2013, 13:57 Uhr

Authorship ist cool, aber mal angenommen, es würden 95% der Webmaster einsetzen, dann wäre es fast wieder langweilig :-).

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